gewebtes Tragetuch

Die Frage nach der besten Tragehilfe werden 99% der Trageberater/innen mit “ein gewebtes Tragetuch” beantworten. Denn dieses einfache und preiswerte Tuch vereint alle wichtigen Punkte und ist für alle Babys geeignet. Lediglich die Bindeweise muss speziell erlernt werden.

Das Wichtigste im Überblick:

Vorteile Nachteile
 passt sich ideal an Köper an  Bindeweisen müssen erlernt werden
perfekte Haltung gewährleistet muss jedes Mal neu gebunden werden
günstig in der Anschaffung
sehr leicht zu transportieren
ab der Geburt, auch für Frühchen geeignet
passt sich immer dem Alter an, auch für Kleinkinder geeignet
hoher Wiederverkaufswert

Was Du über ein gewebtes Tragetuch wissen solltest

Größen und Altersempfehlung

Ein festes, gewebtes Tragetuch kannst Du ab der Geburt Deines Kindes verwenden. Auch wenn Dein Neugeborenes sehr klein ist oder zu früh zur Welt kam, eignet sich das Tragetuch am besten. Denn es passt sich genau den Bedürfnissen Deines Kindes an.

Mit abgewandelten Bindeweisen kannst Du das Tragetuch auch im Kleinkindalter noch verwenden.

Die meisten Tragetücher haben eine Standardlänge von 4,70 m. Wenn Du etwas größer, kleiner oder schwerer bist, als der Durchschnitt, kannst Du auch eine andere Größe wählen.

Mögliche Tragweisen

Du kannst ein gewebtes Tragetuch in zahlreichen verschiedenen Varianten vor dem Bauch, auf dem Rücken, oder auf der Hüfte binden. Dein Baby nimmt dabei immer eine orthopädisch korrekte Anhock-Spreiz-Haltung ein. Die Trageweisen kannst Du entweder in einer Trageberatung oder mit Hilfe von geeigneten Videos erlernen. Anleitungen, die mit den Tüchern geliefert werden, sind manchmal wenig zielführend, lass dich davon nicht verunsichern.

Haltung Baby

Wie gesagt nimmt ein Kind in einem richtig gebundenen Tragetuch immer die empfohlene Anhock-Spreiz-Haltung ein. Der Rücken des Babys kann gemäß seinem Entwicklungsstand den Rücken rund halten und wird vom Stoff des querelastisch gewebten Tuches ideal gesützt. Wichtig dafür ist, dass das Tuch fest genug gebunden ist. Auch die Stegbreite, also der Stoff zwischen den Beinchen des Kindes, lässt sich immer der Größe anpassen. Ein Steg sollte immer von Kniekehle zu Kniekehle reichen. Ein normales Tragetuch verfügt nicht über eine integrierte Kopfstütze, kann aber so gebunden werden, dass sich eine Stoffbahn über den Kopf oder Nacken des Babys ziehen lässt.

Tragekomfort und Handhabbarkeit

Richtig gebunden ist ein gewebtes Tragetuch sehr bequem. Teils lassen sich die Schulterträger auch auffächern, um das Gewicht besser zu verteilen. Allerdings verfügt es nicht über eine Polsterung in den Trägern wie fertige Babytragen. Und es gelingt vor allem Anfängern nicht immer, das Tuch so zu binden, dass es richtig bequem ist. Die Übung macht hier wie immer den Meister.

Das Binden des Tuches klappt bei den wenigsten auf Anhieb. Ein Tragetuch ist nicht selbsterklärend wie manch andere Babytragen. Man muss sich die Funktions- und Bindeweisen erklären lassen, entweder live oder per Video bzw. schriftlicher Beschreibung. Das Üben ist für Eltern und Baby teilweise so unangenehm, dass das Tuch wieder im Schrank verschwindet. Das muss nicht sein. Suche Dir eine gute Trageberatung – es lohnt sich.

Material und Preis

Die meisten festen Tragetücher sind aus Baumwolle gewebt, manchmal auch in Kombination mit Hanf, Leinen oder synthetischen Stoffen. Diese sollte möglichst schadstoffrei und im Idealfall in Bio-Qualität verfügbar sein. Durch die spezielle Kreuzköper-, Jaquard- oder Diamantkörperwebart bieten sie eine besondere und gleichmäßige Dehnbarkeit in beide Diagonalrichtungen. Das Tuch leiert nicht aus und gibt auch bei schweren Babys nicht nach, im Gegensatz zum elastischen Tragetuch.

Der Preis für ein gutes gewebtes Tragetuch ist wesentlich geringer als für fertige Tragehilfen. Aus diesem Grund besitzen Tragetuch-Eltern auch häufig mehrere Tücher in verschiedenen Längen bzw. Stoffqualitäten. Je nach Dichte der Webung sind die Tücher nämlich wärmer oder dünner, also speziell für Winter oder Sommer geeignet.